Online-Berichterstattung zur IAA: Welche Marke macht das Rennen?

Content Fleet 21/09/2015
Online-Berichterstattung zur IAA: Welche Marke macht das Rennen?
(© 2015 Daimler AG - Global Communicatio)

Die Fachbesuchertage der Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) sind am Freitag zu Ende gegangen. Welche Marken sich in der Online-Berichterstattung während der Messe behaupten können, zeigt die Big Data Analyse von Content Fleet.

BMW im Fokus der Online-Medien

Zum Keyword IAA erscheinen vom 15. bis zum 19. September 67 Artikel, in denen es um BMW geht. Der Automobilhersteller aus München wird damit am häufigsten genannt. Jedoch geht es in den Artikeln nicht immer um die Leistungsstärke von Motoren, neue Designs oder Assistenz-Systeme. Knapp die Hälfte der Artikel haben den Zusammenbruch von BMW-Chef Harald Krüger am Dienstag beziehungsweise seinen Gesundheitszustand am Tag danach zum Gegenstand.

Über Mercedes wird 61 mal in den Online-Medien berichtet, zu Audi erscheinen 52 Publikationen. Während Opel in der Vorberichterstattung zur IAA noch die zweitwichtigste Automarke war, ist das Interesse an den Rüsselsheimern während der Messe deutlich gesunken. Neben Volkswagen (28 Publikationen) zählt während der IAA auch Tesla mit 28 Publikationen zu den Automarken, die die Aufmerksamkeit der Online-Medien auf sich ziehen.

 

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Google: Thema auf der IAA

Nicht nur Autoherstellern, auch Unternehmen aus anderen Branchen gelingt es, sich im Zusammenhang mit dem Keyword IAA die Aufmerksamkeit der Publisher zu sichern. Allen voran Google: 39 Artikel drehen sich während der Messe um das US-amerikanische Unternehmen, das eben noch viel mehr macht, als eine Internet-Suchmachine zu betreiben. In den Publikationen geht es primär um die Rolle des Unternehmens in der Automobilbranche, das Google-Car selbst ist nur in Einzelfällen Gegenstand der Berichte.

Alfa Romeo Giulia QV legt viral den Turbo ein

Zwar wird über Alfa Romeo nicht besonders viel berichtet, doch dafür ist ein Artikel von Autozeitung.de über den Giulia QV in den sozialen Netzwerken mit rund 6.000 Shares, Likes und Comments extrem erfolgreich. Ein Bericht von High Snobiety über eine getunte G-Klasse von Mercedes-Benz erreicht ebenfalls rund 6.000 Social Media Reaktionen. Des Weiteren ist mit rund 5.000 Social Media Reaktionen ein Artikel von Bild.de ein viraler Erfolg, in dem die Tuning-Stars der IAA vorgestellt werden.

Auch die Berichterstattung zur IAA klammert das Flüchtlingsthema nicht aus, was von den Social-Media-Nutzern honoriert wird. Sowohl der Bericht zu Merkels Eröffnungsrede, in dem sie fordert, dass die Automobilindustrie Flüchtlinge einstellen soll, als auch die Ankündigung von Dieter Zetsche, dass Mercedes eine Million Euro spenden will, erhalten bei Facebook, Twitter und Google+ rund 2.000 Shares, Likes und Comments.

 

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(© 2015 Gast)
 

Facebook: Lamborghini, Bugatti und Ferrari in den Top Ten

Während in der klassischen Online-Berichterstattung über BMW, Mercedes, Audi, Volkswagen und Tesla die meisten Artikel geschrieben werden, machen auf Facebook andere Marken das Rennen.

Der italienische Sportwagenhersteller Lamborghini kann mit seinem Post vom 16. September rund 24.000 Shares, Likes und Comments einsammeln und führt damit eindeutig das Ranking der viralsten Facebook-Posts zum Keyword IAA an. Bugatti erreicht dank eines Posts des Super Street Magazine (rund 19.000 Social Media Reaktionen) sowohl Platz 2 als auch Platz 5 mit einem eigenen Post. Ferrari schafft es mit rund 11.000 Shares, Likes und Comments auf Platz 7. Auch Opel sichert sich mit rund 12.000 Social Media Reaktionen einen Platz in der Rangliste, obwohl das Unternehmen aus Rüsselsheim in den klassischen Online-Medien während der IAA keine Rolle spielt.

Von den Top-Marken, über die klassische Medien online berichten, gelingt es nur Mercedes-Benz, auch auf Facebook erfolgreiche Posts zu veröffentlichen (Platz 6, 9 und 10). Weder BMW, noch Audi oder Volkswagen schaffen es in die Top Ten der viralsten Facebook-Posts. Mit Bosch Global kann sich hingegen gleich zweimal ein Unternehmen in der Rangliste platzieren, das zwar selbst keine Autos baut, aber technische Komponenten für Fahrzeuge herstellt (Platz 3 und 8).

 

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(© 2015 Gast)
 

Twitter: Kooperation mit Stars zahlt sich aus

Auf Twitter punkten vor allem die Automarken, die sich prominente Unterstützung zur Messe holen. Dass Nissan Sprint-Star Usain Bolt für seine Interessen einspannt, zahlt sich für den Autohersteller aus Japan auf Twitter in Form von Retweets und Shares aus. Jeep Deutschland profitiert von der Beliebtheit von Schauspieler Elyas M’Barek, und BMW erreicht Platz 9 in den Top Ten der viralsten Tweets dank Rennfahrer Timo Glock. Ohne die Unterstützung von Stars gelingt es allein Tesla Motors (Platz 7 und Platz 8) und BMW (Platz 10) mit eigenständigen Tweets für viel Engagement auf Twitter zu sorgen.

 

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(© 2015 Gast)
 

Fazit

Während der IAA wird von den klassischen Online-Medien am häufigsten über BMW berichtet. Dies liegt allerdings nicht primär an den präsentierten Modellen, sondern vielmehr am Schwächeanfall von BMW-Chef Harald Krüger, der in einer Vielzahl von Artikeln Thema ist. Auch über Mercedes und Audi werden viele Artikel veröffentlicht.

 

Neben den Automobilmarken kann noch ein weiteres Unternehmen zum Keyword IAA punkten: Google macht damit Schlagzeilen, dass der Konzern nicht zum Autobauer werden will.

 

Dass die Publisher vor allem an BMW, Mercedes und Audi Interesse haben, muss aber nicht bedeuten, dass diese Marken auch bei den Usern sozialer Netzwerke am beliebtesten sind. Der viral erfolgreichste Artikel handelt vom Alfa Romeo Giulia QV, und in Bezug auf die viralsten Facebook-Posts gelingt es allein Mercedes, 3 Top-Ten-Platzierungen zu erreichen, während BMW und Audi dort nicht auftauchen. Stattdessen punkten auf Facebook Lamborghini, Bugatti und Ferrari sowie Bosch Global als Hersteller von technischen Komponenten.

 

Auf Twitter haben vor allem die Unternehmen Erfolg, die sich während der Messe prominente Unterstützung an ihren Stand holen. So gelingt es Nissan, Jeep Deutschland und BMW für hohes Engagement zu sorgen.

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