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Podcast remote aufnehmen in 3 Schritten

Martina John
Martina John16.09.2020

Ideen, die ins Ohr gehen

Podcast remote aufnehmen in 3 Schritten

Für einen erfolgreichen Podcast sitzen sich zwei Menschen in der Sprecherkabine gegenüber und unterhalten sich über dies, das und jenes? Nicht die beste Idee, wenn Abstand das Gebot der Stunde ist. Aber Podcast funktioniert trotz Pandemie. Mittels Remote-Aufnahme war Content Fleet in der Lage, auch ohne Tonstudio ein aufwendiges Audioprojekt umzusetzen.

 

Social Distancing macht erfinderisch

 

Eigentlich wollten wir den Podcast für unseren großen Kunden klassisch aufnehmen. In einem Tonstudio in Berlin sollten sich ein Influencer und eine Expertin fünf Folgen lang informativ und unterhaltsam die verbalen Bälle zuspielen. Das Konzept war geschrieben, der Termin Anfang Mai stand fest. Dann kam Corona.

 

Das Audio-Set-up, wie wir es aus vergangenen Produktionen kannten, war Geschichte. Denn Social Distancing ist im Tonstudio schwer umzusetzen. Also haben wir uns gefragt: Wenn die ganze Agentur remote im Homeoffice arbeiten kann – kriegen wir das nicht auch mit einer Podcast-Aufnahme hin? Und das möglichst ohne Einbußen in der Tonqualität?

 

Um es kurz zu machen: Ja, es hat funktioniert. Wenn man einige Dinge beachtet und das richtige Equipment verwendet.

Wie wir genau vorgegangen sind, erfahren Sie hier.

Was ist für die Remote-Aufnahme erforderlich? 

 

Unsere „Zutatenliste“ für den Podcast auf Distanz sieht folgendermaßen aus:

  • Zwei talentierte Protagonisten. In unserem Format haben sich Influencer und Expertin gegenseitig interviewt.
  • Zwei Podcast-geeignete Tischmikrofone. Wir haben uns für das Rode NT-USB Mini entschieden.
  • Aufnahme-Software auf den Rechnern beider Sprecher. Wir haben Audacity verwendet.
  • Zwei Paar Kopfhörer mit integriertem Mikrofon
  • Ein Videokonferenz-Tool. Wir haben gute Erfahrungen mit Google Meet und Microsoft Teams gemacht.

 1. Los geht’s! Die Set-up-Phase

     

    Zuerst musste das Equipment an Ort und Stelle einsatzbereit sein. Beiden Protagonisten haben wir 

     

    die Mikros per Post zugeschickt und ihnen zudem eine ausführliche Anleitung per E-Mail zukommen lassen.

    In einem Vorbereitungs-Call haben wir das Set-up finalisiert. Die Sprecher installierten die Rode-Mikrofone und die Aufnahmesoftware Audacity. Test, eins, zwei drei – check? Die beiden nahmen erste Soundschnipsel auf und sendeten sie an die Experten von Content Fleet. Auf Basis der Testaufnahme haben wir dann Feedback gegeben.

     

    Dabei ging es unter anderem um die Software-Einstellungen auf den Rechnern der Protagonisten, die richtige Position der Mikrofone und weiteres Audio-Finetuning. Da beide Protagonisten in ihrer Privatwohnung aufgenommen haben, musste in einem Fall zum Beispiel das Zimmer gewechselt werden, um unerwünschten Hall zu vermeiden.

    In der Set-up-Phase war das Equipment einsatzbereit.

    Achtung: Unbedingt alle Schritte testen, von der Aufnahme bis zum Verschicken der Soundfiles. Nicht alle potenziellen Podcast-Protagonisten sind auch Profis in Sachen Technik. Ein Rundum-Check verhindert Probleme wie „leere”, falsch abgespeicherte Audiodateien oder unerwartete Hintergrundgeräusche.

    2. Ton ab! Die Aufnahme-Phase

    Dann startete die eigentliche Podcast-Aufnahme. Dafür waren die Protagonisten mit Mikros und Kopfhörern ausgestattet. Über die Rode-Tischmikrofone haben sie ihre Gesprächsbeiträge aufgenommen – so konnten wir sicherstellen, dass am Ende zwei Tonspuren in hochwertiger Qualität entstehen, die sich in der Postproduktion individuell bearbeiten lassen.

    Um eventuelle Regieanweisungen zu hören, trugen beide Protagonisten Kopfhörer. Außerdem haben sie zusammen mit allen anderen Beteiligten an einer Videokonferenz teilgenommen. So konnte das Podcast-Team von Content Fleet die Aufnahme live verfolgen und wenn nötig Feedback geben. Der Video-Call ist quasi die digitale Variante des Blicks durchs Tonstudiofenster.

    Achtung: Lieber einmal öfter als einmal zu wenig checken, ob die Aufnahme funktioniert. Nichts ist ärgerlicher als eine perfekte Performance, die leider nie ihren Weg in die Aufnahme-Software gefunden hat.

    3. Der Feinschliff. Die Postproduktion

    Nach zwei intensiven Aufnahmetagen waren alle Folgen im Kasten. Nachdem die Protagonisten uns ihre Dateien zugeschickt hatten, ging es an die Nachbearbeitung. Dank der zwei Tonspuren konnte unser Media-Design-Team beim Schnitt fast genauso arbeiten, als wenn wir den Podcast unter normalen Studiobedingungen aufgenommen hätten. 

    Der Rest war dann business as usual: Nach Freigabe durch den zufriedenen Kunden und dem letzten Finetuning fand unser Podcast den Weg auf die Website und zu Spotify – und von dort zu unseren Hörern.

    Übrigens: Das Filmmaterial aus der Videokonferenz, die wir über die entsprechende Funktion von Microsoft Teams aufgezeichnet haben, ließ sich wunderbar für Teaser und Behind-the-Scenes-Snippets verwenden, um die Podcast-Promo visuell zu unterfüttern. 

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